Lisa Sonnenschein
Vielleicht habt ihr es ja schon mitbekommen - ich habe Überraschungspost vom Carlsen Verlag bekommen! Er war wunderschön verpackt und thematisch rund um den Wald herum dekoriert. Dazu kam dann noch der Aufruf zu einem - Achtung, englisch lesen^^ - Tag, zu dem ich schon ein Video aufgenommen hatte, erstmal ohne das Buch gelesen zu haben:


Tessas Vater ist der Kopfgeldjäger des Königs. Ein zugegeben nicht ganz ungefährlicher Job, das muss auch Tessa feststellen, als ihr Vater eines Tages von einem Auftrag nicht mehr heimkehrt... Um den Mörder zu finden und in ihr altes Leben als Fährtenleserin zurückkehren zu können, lässt sich Tessa auf einen Deal ein, der sie auf die Spuren ihrer Vergangenheit bringt.

Das Buch kommt im wunderschönen Kleidchen daher, da hat jemand wirklich alles gegeben - in die Optik KANN man sich ja nur verlieben. Aber ich will nicht weiter schwärmen und lieber zum Inhalt kommen.
Wir haben hier eine wirklich superklassische Jugendfantasy-Geschichte. Die Elemente sind: Abenteuerreise, Magie, (erste) Liebe und Suche nach der eigenen Persönlichkeit. Das Ganze wird dann nach dem literarischen Motiv der Heldenreise (ein typischer Handlungsverlauf, der sich in vielen Büchern und Filmen findet) verarbeitet und gipfelt in einer dramatischen Wendung, die auf den zweiten Teil der Trilogie neugierig machen soll.

Ihr ahnt es: Ich bin nicht übermäßig begeistert. Die Welt, in der wir uns bewegen, ist etwas Besonderes - zwei Länder, die im Streit stehen, ob Magie nun etwas Gutes oder Verbotenes sein soll und die Abenteuer im Wald bieten großartige Gelegenheiten für spannenden Buchstoff. Die raubeinigen Charaktere, denen wir in mittelalterlichem Umfeld begegnen, machen Lust auf mehr. Auch der Schreibstil macht Spaß, es gibt kleine Besonderheiten, wie zum Beispiel den Fluch "Pfeffer und Salz!", den Tessa immer wieder ausspricht.
Allerdings ist die Handlung doch ziemlich vorhersehbar, Andeutungen, die gemacht werden, lassen leicht die richtigen Schlüsse ziehen und die Verhältnisse zwischen den Charakteren basieren auf diesem typischen "Ich bin grundlos total sauer auf dich und bringe mich dadurch jetzt in kolossale Schwierigkeiten" - Verhalten. Handlungen sind stellenweise nicht nachvollziehbar und die große Katastrophe hat mich noch nicht mal ein kleines Bisschen überrascht (weil ich eben das Motiv der Heldenreise kenne und hier sofort erkannt habe). Ganz furchtbar anstrengend wurde dann für mich die Liebesgeschichte, die aus einem ständigen Hin und Her besteht - beide wollen sich, keiner macht den ersten Schritt und als es dann so weit ist, ist irgendwie doch wieder alles doof. Nerv! Aber hier muss man der Fairness halber auch sagen, dass ich mit Verliebtheit in Büchern ohnehin eher nicht so gut kann...

Alles in allem ist "Auf immer gejagt" ein netter Jugendfantasyroman in einer wirklich spannenden Welt. Die vorhersehbare Handlung und die stellenweise nervigen Charaktere haben ihn mir allerdings ein bisschen madig gemacht - ich hatte hier einfach mehr erwartet. 
Dieses Buch ist was nett Seichtes für den Strandurlaub, würde ich sagen.
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Erin Sumerill: Auf immer gejagt. Erschienen am 28. April 2017 im Carlsen Verlag. Kostenpunkt: 19,99€ als Hardcover.
Lisa Sonnenschein
Auch dieses Buch hat mich wieder über die "Aktion Bücherflüsterer" von buecher.de erreicht. Ich glaube, so allein in der Buchhandlung hätte ich nie dazu gegriffen...

Meine Videorezension dazu beginnt gleich am Anfang des Videos.



Kate und ihr Bruder waren eigentlich schon immer, spätestens aber seit dem Verschwinden ihrer Mutter, ein Herz und eine Seele. Umso irritierter ist Kate, als Gabe eines Tages einfach seine Sachen packt, sein Leben zurücklässt und mit drei mysteriösen Männern ein Boot betreten und davonfahren will. Kurzerhand beschließt sie, ihn heimlich als blinde Passagierin zu begleiten und stürzt sich so Hals über Kopf in ein fantastisches Abenteuer.

Okay - vorweg: Der Klappentext des Buches geht noch etwas über meine kleine Inhaltsangabe hinaus und man erreicht diese Stelle im Buch dann etwa auf Seite 150 (von 500). Vielleicht ist auch dieser Umstand dafür verantwortlich, dass ich den Verlauf der Geschichte unheimlich langatmig fand und das Buch immer wieder an die Seite legen musste. Vermutlich war das allerdings auch eine nötige Vorwegnahme, damit man überhaupt versteht, dass das Buch dem Fantasygenre zuzuordnen und kein Abenteuerroman ist. Wirklich in Fahrt kommt die Handlung auf jeden Fall erst auf den letzten Seiten würde ich sagen.

Kate ist eigentlich eine sympathische (wenn auch recht klischeehafte, weil typische verunsicherte, pubertierende 17-jährige) Protagonistin, die - warum auch immer - sehr an ihrem Bruder hängt. Sie handelt aus diesem Grund auch mal übereilt und unüberlegt. Das ist es aber nicht, was mich gestört hat. Vielmehr waren das Gabes völlig unlogische Entscheidungen, die auch trotz verzweifeltem Versuch ganz am Ende des Buches für mich nicht nachvollziehbar erklärt wurden. Der eigentliche Grund für das ganze Abenteuer hier wird also dadurch hinfällig, dass Gabe eigentlich keine wirkliche Erklärung für sein Aufbrechen hat und ohnehin immer wieder Entscheidungen der Art "Ich muss meiner Schwester jetzt Schwierigkeiten machen, damit es spannend bleibt" trifft...

Dazu kam dann noch, dass der fantastische Hintergrund des Buches (Einfluss schottischer Mythologie) zwar immer wieder angedeutet und auch andere Wesen als die Selkies angesprochen werden, jedoch dann nie auftauchen. Was ist mit den Elfen, Meerjungfrauen, Kobolden...? Es wäre wirklich klasse gewesen, da noch ein bisschen mehr Schottland-Sehnsucht zu schaffen - der Mythos um die Selkie, die sich durch ihr Fell in Seerobben verwandeln können, ist nämlich meiner Auffassung nach wirklich gut recherchiert.

Das Ende des Buches lässt vermuten, dass da noch ein Roman hinterher kommt, einige Fragen sind da durchaus noch offen - ich habe für mich allerdings schon entschieden, dass ich persönlich sie nicht im Rahmen des nächsten Bandes enträtseln will...
Das Buch ist ein netter Jugendroman mit einigen Mankos. Sprachlich ist "Selkie" aber in Ordnung und macht auch definitiv Lust auf den Urlaub am Meer. Leider fehlt für mich zu viel, um es wirklich empfehlen zu können, das Buch war wohl einfach nicht meins...
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Antonia Neumayer: Selkie. Erschienen am 10. April 2017 im Heyne Verlag. Kostenpunkt: 12,99€ broschiert.
Lisa Sonnenschein
Ich bin eigentlich nicht sooo der Freund der Buchserien - ich lese ziemlich schnell (wenn ich denn dazu komme) und da hat man so ein 60-Seiten-Heftchen eben fix weggefrühstückt. Hier also ein kleines Experiment und meine erste "richtig echte" Buchserie ;).
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Wir begleiten hier Riley, einen Schüler, der eines Tages die Haushälterin tot in der Badewanne vorfindet. Was er noch nicht weiß - in diesem Moment tritt er das Erbe der Hunters an und findet sich bald in einer mysteriösen und finsteren Schattenwelt wieder.

Ich kann mir vorstellen, dass es bei so wenigen Seiten extrem schwierig ist, die Balance zwischen "es passiert rein gar nichts" und "alles liest sich extrem übereilt" zu finden. Lillith Korn hat das allerdings prima hinbekommen und so habe ich mich nicht nur gut unterhalten gefühlt, sondern erhielt auch so viele Informationen über Rileys Hintergrund, dass es für mich interessant ist, weiter dranzubleiben. Hut ab für diesen Spagat ;)!

Der Schreibstil des Buches ist in diesem klassischen locker-leichten und zeitgenössischen Jugendbuch-Stil gehalten, aber Vorsicht! Dieser Band der Shadowcross-Serie sollte nicht auf die leichte Schulter genommen werden. Das Darkfantasybuch wird an so mancher Stelle schon wirklich fies gruselig (verschwundene Katzen tragen da ihren Teil bei...). Ich fand die Atmosphäre in dieser Schattenwelt, in die Riley stolpert, absolut famos und bin so richtig scharf drauf, wieder zurückzukehren, um regelmäßig beim Lesen über die Schulter zu schielen, ob nicht vielleicht doch...
Wie ich immer sage: Ich würde im Falle einer Zombie-Apokalypse vorsichtshalber einfach vor Panik tot umfallen. An Rileys Stelle hätte ich also keine Chance, das Dasein in irgendwelchen finsteren Zwischenwelten durchzustehen.

Das Schlechteste an dem Buch ist wohl der Umstand, dass es immer nur in 4-wöchigem Abstand erscheint und ich jetzt bis zur nächsten Erscheinung auf die Folter gespannt werde... Schlimmer als jede verschwundene Katze. Mehr davon!
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Lillith Korn: Shadowcross I, das Vermächtnis. Erscheint am 05. Juni via Amazon.
Lisa Sonnenschein
Vielleicht habt ihr schon mitbekommen, dass ich ab Oktober (endlich) mit dem Studium fertig sein werde und ein Volontariat bei einem Wissenschaftsverlag in Hamburg anfangen darf. Weil ich das unheimlich spannend finde und mir vorstellen kann, dass ihr Lust habt, daran teilzuhaben, habe ich mal ein neues Label dazu aufgemacht =). Wenn euch interessiert, was man so als Möchtegern-Lektorin treiben könnte, bleibt gerne mit mir dran.
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Weil die Stelle in Hamburg für mich sicher ist, habe ich mir gedacht, dass es bestimmt nicht schaden kann, ein Seminar zur Arbeit im Verlagswesen an der Uni zu besuchen. Glücklicherweise ist die Uni Freiburg da ganz gut ausgestattet, sodass ich trotz voller Wartelisten in dem einen Seminar, in dem anderen Seminar noch unterkommen konnte.

Das Seminar wird vom Verlagsleiter des Rombach-Verlags Freiburg gegeben, ein sehr sympathischer Mensch, der uns gestern in der ersten Sitzung nicht nur erzählt hat, was an Themen möglich wäre, sondern auch gefragt hat, was wir vorhaben und ob es vielleicht konkrete Pläne für uns gibt. Dabei hat sich rausgestellt, dass wir ein ziemlich bunter Haufen sind - drei von uns möchten gerne selbst wissenschaftliche Werke publizieren, zwei im Verlagswesen arbeiten und eine strebt sogar eine Promotion an und ist an beiden Seiten (Autor und Verleger) interessiert. Weil wir eine sehr kleine Gruppe sind, werden wir bestimmt super aufeinander eingehen können - ich hoffe, die Atmosphäre taut dann noch ein bisschen auf ;).


Ein paar der Themen, die wir im Seminar demnächst besprechen werden:
- Was sind Korrekturzeichen und wie benutzt man sie?
- Urheberrecht und Copyright, worauf man achten muss
- Welche Druckverfahren sind möglich?
- Was macht ein Lektor? Was ein Korrektor? Wer muss welche Fähigkeiten mitbringen?
- Welche Chancen und Risiken hat man als Freier Lektor?
- Was gibt es für Fachbegriffe (wohl eine ganze Menge^^)?

Außerdem wird es eine kleine Einführung in die professionelle Nutzung von Microsoft Office geben - ich bin mir ganz sicher, dass ich da noch eine ganze Menge lernen kann! (Kennt ihr diesen Effekt - man drückt einmal Enter und das komplette Dokument löst sich gefühlt in Luft auf? Passiert mir ständig -.-)

Auf jeden Fall hat mich die Seminarsitzung gestern wirklich positiv überrascht und ich freue mich schon sehr auf den Verlauf des Semesters und meine kleine Vorbereitung auf den Start ins Berufsleben. Hat jemand von euch vielleicht schon Erfahrungen in der Richtung gemacht? Kenne ich Verlagsmitarbeiter und weiß es nur noch nicht? :-P
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Achja, und falls irgendjemand noch Ideen für günstigen Wohnraum in Hamburg hat - ich bin dankbar für jeden Hinweis, der Wohnungsmarkt dort ist ja die Hölle -.-!
Lisa Sonnenschein
"Tachschön!"

Dieses Buch ist im DichtFest Verlag entstanden und wo ich erst nur den Autor von "Erellgorh" besuchen wollte, begegnete mir gleich noch Frank Friedrichs und gab mir sein Buch mit - und ein Funfact am Rande: Ich hab' am Anfang gaaar nicht verstanden, dass es "Vertikow" gar nicht gibt! Aber mal im Ernst, schaut euch mal die Homepage an, da wird gefühlt jedes Gebäude des Dorfes gezeigt und sogar einen Landkartenausschnitt gibt es.

Meine Videorezension zum Buch beginnt bei Minute 05:05.



Peer Wesendonk sitzt seit kurzem im Rollstuhl. Keine einfache Sache, wenn man mitten in Mecklenburg im dorfigsten Dorf aller Zeiten lebt und von Beruf Organist ist. Seiner Existenz und seiner Aufgabe beraubt, versinkt Peer in seinem umgekrempelten Alltag, der von Mitleid und Präsentkörben geprägt ist. Doch dann passiert etwas Ungewöhnliches in Vertikow und Peer beschließt, dem "Verkehrsunfall" seiner Nachbarin Frau Kuhn auf den Grund zu gehen...

Klingt jetzt nach der klassischen "Zivilperson pfuscht den Behörden in ihre Ermittlungen, weil sie sich wichtig fühlt und am Ende war's der Gärtner"? Ist es aber nicht ;).

Zwei Dinge weiß ich an Krimis (und ich bin echt keine wahnsinnig begeisterte Krimileserin) wirklich zu schätzen:
1. Wenn die Umgebung stimmt und man sich direkt ins Umfeld des "Ermittlers" wünscht. Auch wenn das Dorf Vertikow erstmal so gar nicht hinwünschenswert klingt, schafft es der Autor, die Dorfgemeinschaft als so verbunden darzustellen, dass man unbedingt auch mitreden will. Und das, obwohl in jeder Konversation klassisch Nordlicht-mäßig nur gefühlte drei Worte fallen.
2. Wenn der Ermittler Klasse hat. Peer ist nicht dieser überengagierte, grünschnablige Besserwisser - er hat einen Hang zur Grummeligkeit und sucht eben nach einer Aufgabe. Die Ermittlung ist für ihn nicht das Mittel, um im Rampenlicht zu stehen (auch wenn man das manchmal meinen könnte), sondern ein bisschen Selbstschutz. Ich konnte ihn so gut verstehen - in jeder Hinsicht.

Dazu kommt, dass der Rollstuhl wirklich mal eine ganz andere Komponente mit in diesen Krimi bringt. Wie viele Detektive kennt ihr, die sich von drei Treppenstufen vor dem Eingang einer Kneipe von der Spurensuche abhalten lassen müssen?
Obwohl die Handlung in sich abgeschlossen ist, der Fall also zu einem Ende kommt, entsteht hier eine Krimireihe. Ich bin wirklich gespannt, wie es der Autor plausibel erklären möchte, dass im beschaulichen Vertikow NOCH ein Kriminalfall zur Ermittlung frei ist. Hier im ersten Band nehme ich Peer seine Rolle auf jeden Fall absolut ab.
Achja, eins noch - erwartet nicht, dass es in diesem Krimi nicht rasant zur Sache geht, nur weil der Protagonist eingeschränkt beweglich ist! Langweilig war "Erntedank in Vertikow" weiß Gott nicht und im Showdown habe ich ziemlich geschwitzt.

Von mir bekommt das Buch eine Empfehlung - eingeflauscht auf dem Sofa mit Tee liest es sich meiner Meinung nach am besten. "Erntedank in Vertikow" zeichnet sich aus durch Sprachwitz, ein klein wenig Schrulligkeit, Spannung und eine kleine Lektion in Sachen Dorfleben für alle Eingeweihten und Zugezogenen ;). Ich freu' mich schon auf den nächsten Band mit Peer!
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Frank Friedrichs: Erntedank in Vertikow. Erschienen am 26. November 2016 im DichtFest Verlag. Kostenpunkt: 9,99€ als Taschenbuch.
Lisa Sonnenschein
Hallo und willkommen auf meinem Blog! =) Heute ist tatsächlich schon der letzte Tag der Blogtour - lassen wir ihn gemeinsam gebührend ausklingen!


Ich vertrete mit der Figur des Drachen die Tugend der Weisheit (höhö) und gebe heute mein Bestes, euch die mythologischen Kreaturen in "Kitty Kathstone" näherzubringen.

",Der große Rat ist der Zusammenschluss aller, nun, wie soll ich sagen...', sie ließ ihren Blick einen kurzen Moment durch den Raum schweifen, wie ein alternder Professor in einer Vorlesung, um nach dem richtigen Wort zu angeln, ,...die nicht 100 Prozent rein menschlicher Natur sind."

- Kitty Kathstone, Band 1, Seite 97 - 
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Tatsächlich wäre es einfach viel zu viel, euch hier alle Wesen aufzuzählen und näher zu beleuchten - darum habe ich mich auf fünf davon beschränkt und möchte euch am Schluss noch ein paar weitere nennen, damit ihr einen Eindruck davon bekommt, wie vielfältig sie vertreten sind.

Werkatzen
Bild von http://www.landofpyramids.org/bastet.htm
"Was, Werkatzen?", werdet ihr fragen - jedermann kennt Werwölfe, aber Werkatzen? Tatsächlich haben die Werkatzen, oder auch Ailuranthropen, eine lange mythologische Vergangenheit vorzuweisen. In Europa waren sie in Märchen und Sagen allerdings nicht besonders präsent, in Afrika, Asien (man denke an die ägyptische Gottheit der Liebe und Fruchtbarkeit Bastet) und besonders Südamerika bei Mayas und Inkas sieht das schon ganz anders aus. Werkatzen können sich durch einen Fluch, Verwandtschaft mit den entsprechenden Tierwesen, Überwerfen einer Tierhaut oder Zauber in Katzenwesen verwandeln - die Vielfalt ist groß, von der Hauskatze bis zum wilden Jaguar ist alles dabei.
Wenn ihr eine moderne Adaption der Figur treffen wollt, kann ich euch (neben Kitty Kathstone versteht sich!) den Film "Das Königreich der Katzen" wärmstens ans Herz legen :).

Formwandler
Bild von
http://powerlisting.wikia.com
Diese Wesen einzugrenzen ist schon wesentlich schwieriger. Genau genommen sind Werkatzen, wenn sie sich denn willentlich und zu jeder Zeit verwandeln können, nämlich auch Formwandler - ebenso wie Selkies oder auch fast alle Götter der griechischen Mythologie. Grundsätzlich gibt es aber auch noch eine andere Art des Formwandelns, manche mythische Wesen können ihren Aggretatszustand wechseln: verdampfen, sich verflüssigen oder auch gefrieren. Das macht sie allerdings hochgradig anfällig für starke Temperaturschwankungen. Auch von Formwandlern, die sich in Gegenstände verwandeln können, gibt es einige Geschichten. In Abgrenzung zum Gestaltwandler kann ein Formwandler seine Gestalt jederzeit ändern und nicht nur, weil z.B. grade Vollmond ist. Die japanische Kitsune (eine Füchsin) kann sich der Sage nach in eine menschliche Frau verwandeln, um ihrem geliebten Partner nah sein zu können.
Drachen
In unserer Kultur finden sich Drachen oft als fiese Feuerspucker und Feinde der Menschen, die bergeweise Gold horten und mutige Ritter von ihren Pferden pusten. Im asiatischen Raum ist der Drache allerdings ein Glücksbringer, nur etwa handflächengroß und Symbol für Fruchtbarkeit, in russischen Sagen erzählt man sogar, er habe keine Schuppen, sondern ein plüschiges Fell! Gerne wird er allerdings auch schlangenähnlich dargestellt (kennt ihr den Lindwurm?) und mit zwei statt vier Beinen, so in der Wappenkunde die Wyvern. Dass er ursprünglich vier Elementen zugeordnet wird (Wasser durch Schwimmen, Luft durch Fliegen, Erde durch Kriechen und Feuer durch das Feuerspeien), wird in Kitty Kathstone ein bisschen auf den Kopf gestellt - Glacies ist zum Beispiel ein Eisdrache.

Meerjungfrauen (oder so^^)
"a mermaid" vom wundervollen
John William Waterhouse
Die klassische Meerjungfrau kennt wohl jeder von uns - aber wusstet ihr, dass sie mythologisch betrachtet verdammte Wesen ohne Seele sind? Sie können nur durch die Liebe eines Menschen eine unsterbliche Seele erhalten... Neben den Meerjungfrauen gibt es auch die Wasserfrauen (mütterliche, hilfsbereite Wesen) und die Nixen, die durch Verführung z.B. mithilfe ihres Gesanges böswillig Männer in die Tiefe des Meeres ziehen und ertränken. Die drei Meeresbewohner sind schwer voneinander abzugrenzen, wenn man nach der Optik geht, dazu kommen dann noch Selkies (Menschen, die sich ein Robbenfell überwerfen und sich so in diese verwandeln können) und Anguanas, die wie Sirenen keine Fabelwesen sind, sondern weibliche Dämonen, wie zum Beispiel die Sukkubus. 
Im Buch sind die Meerjungfrauen schlicht wunderschöne Frauen mit langen Fischschwänzen und farbigen Haaren, die meist sehr auf ihr Äußeres achten. Sie haben es allerdings auch faustdick hinter den Ohren und sind nicht zu unterschätzen!

Walküren
Bild von http://www.akg-images.de
Walküren sind in der nordischen Mythologie anzutreffen - sie sind Schildmaiden, die als Gefolge des Göttervaters Odin die ehrenhaft gefallenen Krieger auswählen und vom Schlachtfeld nach Walhall geleiten. Sie zu treffen, war also das größte Glück für einen nordischen Krieger! Walküren sind aber nicht nur Todesengel, sondern haben durchaus auch menschliche Züge - so können sie sich dem Volksglauben nach auch in die gefallenen Krieger verlieben. So oder so sind Walküren machtvolle Geschöpfe, zum Kampf geboren und Boten der Ehre. In Kitty Kathstone finden sie sich als kraftvolle, toughe junge Frauen wieder, die mit ihrer Meinung nicht hinterm Berg halten, aber durchaus liebevoll im Umgang sind.
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Von diesen Wesen abgesehen werden euch in "Kitty Kathstone" auch Riesen, Furien, (japanische) Einhörner, Dschinn, Zwerge, Elfen, Gorgonen, Zentauren, Faune und so viele mehr begegnen...

Wenn ihr jetzt rausfinden wollt, was für ein mythologisches Wesen in EUCH steckt, dann versucht euch doch einfach mal an dem folgenden Test! Viel Spaß und lasst mich gerne euer Ergebnis wissen ;).


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Gewinnspiel für alle Mitleser

Natürlich gibt es bei der Blogtour auch etwas zu gewinnen. Der Hauptpreis ist tatsächlich ein Tolino Shine 2 HD! Weiter könnt ihr auf meinem Blog ein personalisiertes EBook für euch ganz speziell gewinnen. Um für beide Gewinne mitzumachen, lasst mir einfach einen Kommentar da (oder schickt eine Mail an sandra@21film.at) und beantwortet mir bis Mittwoch Nacht, 17.05.17 23:59 Uhr die folgende Frage:

Welches mythologische Wesen seid ihr bei dem Test oben geworden? Hättet ihr gerne ein anderes Ergebnis gehabt?


Die Teilnahmebedingungen sehen wie folgt aus:
- Seid entweder volljährig oder habt eine Einverständniserklärung eurer Eltern
- Ihr erklärt euch einverstanden, dass ich euch im Falle des Gewinnes öffentlich beim Namen nenne
- Der Gewinn wird nicht bar ausgezahlt
- Es besteht keine Haftung für den Postversand
- Versand der Gewinne nur in Deutschland, Österreich und der Schweiz
- Der Rechtsweg ist ausgeschlossen
- Nach fünf Tagen ohne Rückmeldung der Gewinner verfällt der Gewinn
- Die Gewinnerbekanntgabe erfolgt auf allen teilnehmenden Blogs und in der Facebookveranstaltung
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Und zu guter Letzt noch mal alle Stationen der Blogtour mit Verlinkungen =)!

Tag 1 - 08.05.17
Morgens: Buchvorstellungen beider Kitty Kathstone Bände bei Selection Books
Abends: Kittys Welt aus der Sicht von Noctus Lykan bei Mein Buch - Meine Welt

Tag 2 - 09.05.17
Morgens: Neue Figuren in Band 2 mit Der Bücherwahnsinn
Abends: Das Familiengeheimnis der Kathstone Frauen bei Bücherwanderin

Tag 3 - 10.05.17
Morgens: Die Rolle von Gleichgewicht und Veränderung bei Lesende Samtpfote
Abends: Kitty und Lysander mit Ruby's Cinnamon Dreams

Tag 4 - 11.05.17
Morgens: Larrys und Kittys Geschichte bei Mein Bücherkosmos
Abends: Ein Interview mit Sir Larry bei The Empire of Books

Tag 5 - 12.05.17
Morgens: Alles über Salukis mit Bellezza Ribelle
Abends: Katz und Hund bei Kathleen's Bücherwelt

Tag 6 - 13.05.17
Morgens: Was ist eigentlich der Weltenbaum? mit Books Histories and Secrets
Abends: Alles über die Nornen bei Lullabys Bücherkiste

Tag 7 - 14.05.17
Morgens: Hier seid ihr grade :)
Abends: Lesenacht im Zeichen von Kitty Kathstone mit vielen Autoren. Zum Facebook-Event geht es hier
Lisa Sonnenschein
Er ist da!! Der zweite Band von Kitty Kathstone ist endlich da - ich hab' mich gefreut wie ein Schnitzel (oder eine Banshee?) und natürlich gibt es jetzt auch endlich die Rezension dazu für euch. Viel Spaß! ;)

Meine Videorezension zu diesem Buch beginnt bei Minute 9:05


Wir kehren zurück aus dem Pergamonmuseum, doch Kittys Welt will einfach nicht so recht aufhören, sich zu überschlagen und sie mit immer neuen Geheimnissen zu konfrontieren. In diesem zweiten Band erfahren wir mehr über ihr großes Familiengeheimnis, über eine Besonderheit, die sie ganz speziell in sich trägt und - Halleluja! - auch über unseren überaus charmanten, britischen Erzähler, Sir Larry den Saluki.

Viele, viele Fragen werden so beantwortet, aber die Welt, die Sandra Öhl sich aufgebaut hat, ist dermaßen bunt und schillernd, dass ich wohl noch zwanzig Teile von Kitty Kathstone lesen müsste, um wirklich alles zu erfahren. Ein Beispiel? Hier wie in Band 1 hat man nicht nur das Buch vor der Nase - auch Literaturtipps, Musikempfehlungen von der Protagonistin persönlich, Buchtrailer, ein eigenes Grafikdesign... Der große Reiz an diesem Buch ist es, dass man es mit in seinen Alltag nehmen kann und das macht einfach unheimlich viel Spaß, weil Kitty auf einmal überall ist :).


Wer sich da mal umschauen mag und den Musik- und Filmgeschmack von Kitty testen möchte, der folge diesem Link.

Der Sprachstil ist gewohnt jugendlich und leichtgängig und voller Sprachwitz - spricht Kitty, möchte man ihr am liebsten so manches Mal die Hand vor den Mund schlagen, Sir Larry dagegen führt sehr gentleman-like durch die Geschichte und hat eine sehr nüchterne Sicht auf die Dinge. In den Kapiteln, in denen seine eigene Geschichte erzählt wird (wir erfahren endlich, wie er zum Hand -ehm- Saluki wurde!), wird es allerdings auch ziemlich emotional und ich habe tatsächlich an dieser einen speziellen Stelle einige Tränchen verdrücken müssen...!

Der Handlungsverlauf ist ebenso rasant, wie im ersten Teil. Wir fangen mit dem Lüften diverser Geheimnisse an, fahren fort mit fast schon kriminalistischen Ermittlungen und enden mit einem actiongeladenen furiosen Finale! Dabei wird keine noch so weite Reise gescheut und man hat auch als Leser das Gefühl, die Welt ein bisschen mehr kennenzulernen.
Ich habe es schon in meiner Rezension zu Band 1 kurz angeschnitten - Kitty hat ein "Problem", man kann sie zweimal lesen. Auf der einen Seite ist es ein sehr flippig-jugendlich geschriebenes Buch mit einer jungen Protagonistin. Auf der anderen Seite werden viele englische Begriffe verwendet und Filme angesprochen, die ich klasse fand, als ich so 14 war (Mensch, bin ich alt...). Ich finde, das muss man wissen, um sich richtig darauf einlassen zu können.
Dann ist Kitty Kathstone aber ein herrlich turbulent-witziger Roman voller Witz und Charme und einer bunten Welt, aus der ich persönlich nicht mehr so richtig auftauchen kann.
Der zweite Band hält dabei absolut das Niveau seines Vorgängers und lässt viele Fragen offen, ohne frustrierend zu sein (etwa weil man nichts Neues erfahren hätte). Das hat mich hier einfach wieder aufs Neue begeistert und ich kann mich nur immer wieder wiederholen, wenn ich sage, dieses Buch ist großartig und ich hoffe, wir werden noch mächtig gewaltig viel von Kitty und ihren Freunden hören :).
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Sandra Öhl: Kitty Kathstone. Erschienen am 01.April 2017 via Amazon. Kostenpunkt: 4,99€ als EBook.